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Digital mobil im Alter

web 1948Clubmitglieder folgten der Einladung ins Telefonica Basecamp in die Berliner Mittelstraße. Anlass war die Vorstellung der Studie "Digital mobil im Alter" im Auftrag von Telefonica|O2 und der Stiftung Digitale Chancen.

Im Panel hatten Platz genommen: Stefan Schnorr (Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Dr. Barbara Keck (Geschäftsführerin der BAGSO Service Gesellschaft), Elisabeth Graff (Vorsitzende des SeniorenComputerClub Berlin-Mitte) und  Prof. Dr. Herbert Kubicek (Wissenschaftlicher Direktor der Stiftung Digitale Chancen)
Bei dieser Gelegenheit konnten wir mit Berliner Mitstreitern, die im Spannungsfeld Senioren-Medienkompetenz arbeiten, Verbindungen auffrischen und Gedanken austauschen. Es gab interessante Wortmeldungen zur Studie, zu den Problemen, mit denen sich Vereine und Initiativen im Alltag plagen müssen. Auch wir sind davon nicht frei.

Persönliche Meinung:
Nach einer Nacht des Überschlafens sei mir an dieser Stelle eine sehr persönliche Wortmeldung gestattet. Mir haben in der Diskussion die Gedanken über die sich ergebenen Konsequenzen im nächsten oder übernächsten Schritt gefehlt. Mobile Technik sei in der täglichen Anwendung für Späteinsteiger zu unübersichtlich, zu kompliziert. In den letzten drei Jahren haben wir mit unseren Erfahrungen, Meinungen mehreren Start-up's zur Seite gestanden, die alle benutzerfreundliche Bedienoberflächen entwickelten, dabei am finanziellen Tropf eines Ministeriums (für begrenzte Zeit - ein Projekt hat einen definierten Anfang und ein definiertes Ende) hingen. Teilweise bestand die Innovation in einem supercoolen Hintergrundbild. In dieser Frage geht mir persönlich zu viel nebeneinander her. Im Zweifel legen vier Bundesministerien derartige Förderprogramme auf.
Ich habe auch eine Fragestellung vermisst. Was ist, wenn nun Alle (Senioren) im und am Netz sind? Ist dann das Problem erledigt? Meiner Meinung nach keinesfalls. Die Fragestellung im 21. Jahrhundert muss heißen Stärkung, Erweiterung der Medienkompetenz. Diese Aufgabe ist aber eine gesamtgesellschaftliche und betrifft alle Altersgruppen. Deshalb wünschte ich mir mehr intergenerative Initiativen. Man kann sehr viel von einander lernen und es macht einen Riesenspaß. Ich denke dabei nur an das Projekt "Intergenerative Online-Spiele", das gemeinsam mit Schülern der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum und dem Computerspiele Museum, Berlin durchgeführt wurde. Medienkompetenz ist für mich viel mehr als die Handhabung eines technischen Geräts. Es bedeutet für mich: Übernehmen von Verantwortung, schauen was in Familien passiert, was machen die Enkel, die ja sogenannte digital natives sind.
Was bedeutet der Digialpakt Bund-Länder mit einem Budget von EUR 5.000.000.000,00 (5 Mrd.) für die Schulen. Alle sind mit Technik ausgerüstet. Wer pflegt sie, die Technik? Werden Ältere mit ihren Kompetenzen dafür gewonnen, eingebunden? Wie geht Gesellschaft damit um, das Digital-Natives-Senioren höchstwahrscheinlich andere Defizite haben als die heutige Seniorengeneration. Ich habe da mal ein Stichwort "digitale Demenz". Lebt Gesellschaft nicht von den zwischenmenschlichen, nicht von zwischensmartphonen Beziehungen?
In Abwandlung eines Zitats das Altkanzlers Schmidt, meine ich: "Wer Visionen hat, sollte nicht zum Arzt gehen, sondern sich vielmehr einmischen in den gesellschaftlichen Diskurs, den die weitere Digialisierung mit sich bringt."
Günter Voß

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