SCC auf Tour

Logo Alliierten-Museum Berlin-Dahlem

Der SCC im Alliierten Museum Dahlem


Schlussendlich sind 10 Mitglieder gekommen, angemeldet waren mehr. Beim Treffen am 30.1. in der Jugendherberge Wannsee waren es deutlich mehr, nämlich 22 und sogar 35 am gestrigen Informationsabend des Kreativhauses. Zu sehen gab es 4 große Ausstellungs-Stücke, in die alle wir hineingeführt wurden: ein englisches Flugzeug, ein französischer Waggon mit einer Bar, das amerikanische Check Point Charlie-Häuschen von der Friedrichstr. und das amerikanische Kinogebäude „Outpost“. Russische Ausstellungs-Stücke fehlten, sie können in Karlshorst besichtigt werden. Der „Alliierte Kontrollrat“ als deutsche Regierung wurde aber ursprünglich von den vier Siegermächten gestellt, bevor die Russen auszogen. Hauptthema im Museum war die Blockade Berlins durch die Russen vom 24.06.1948 bis 04.05.1949. Nach der einstündigen Führung durch diese vier Museums-Stücke bekamen wir noch einen Film von 45 Minuten Dauer zu sehen; er behandelte die fast 50jährige Anwesenheit der vier Besatzungsmächte in Deutschland von 1945 bis 1994. Anschließend gingen wir auf die andere Straßenseite der Clayallee in ein italienisches sehr gut besuchtes Restaurant. Man aß à la carte. Wir drei Männer tranken Alkoholisches, unsere sieben Frauen 6x Kaffee und 1x Tee. Das Essen im Lokal dauerte fast ebenso lange wie der Aufenthalt im Museum. Alles zusammen war es eine runde Sache. (h.w.)

Zum Vergrößern auf die Vorschaubilder klicken

Geschichtliches:
Die Luftbrücke war erforderlich, weil die Westalliierten für Westberlin keinen Vertrag über den Landweg mit den Russen abgeschlossen hatten, jedoch 1946 einen Vertrag über drei Luftkorridore. Alle 26 Sekunden startete oder landete ein Flugzeug, und zwar von Frankfurt und Hamburg nach Berlin im Einbahnverkehr und zurück im Korridor nach Hannover. Die Flugzeuge wurden Rosinen-Bomber genannt, aber in Amerika Candy-Bomber. Der Grund: Ein amerikanischer Pilot warf vor der Landung mit kleinen Fallschirmen Candys aus dem Flugzeug, welche die Berliner Kinder begeistert auffingen. Das wurde von der Führung allerdings nicht so gern gesehen und der Pilot wurde versetzt. Von den Alliierten waren die Amerikaner die strengsten bei der Entnazifizierung. Erst 1946 ließen sie nach. Der französische Militärzug fuhr täglich von Straßburg nach Berlin-Tegel, selbst wenn kein Soldat darin war. Während der Blockade durften Westberliner Lebensmittel und Medikamente in Ost-Berlin einkaufen.  Die Russen waren deutschfreundlich, sie haben 1945 sofort ein deutsches Kulturleben angestoßen.