100 jahre Groß-Berlin

Gro Berlin

100 Jahre Groß-Berlin - Reform mit Bestand?

Die heutige Struktur der Bezirke hat ihren Ursprung im Groß-Berlin-Gesetz vom 27. April 1920, als durch Zusammenschluss des damaligen Berlins (auf der Karte dunkelrot) mit sieben weiteren Städten, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken die Stadt Groß-Berlin mit damals 20 Bezirken geschaffen wurde.
Das vor 100 Jahren geschaffene Berlin hat sich bis heute kaum verändert. 1938 wurden die Bezirksgrenzen begradigt. Dabei haben Treptow und Köpenick die Ortsteile Oberschöneweide und Bohnsdorf getauscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Alliierten die Stadtgrenze im Westen geändert. Der Ostteil der Gemeinde Groß-Glienicke kam zum britischen Sektor, West-Staaken zur sowjetischen Zone (Stadtbezirk Mitte), Damit auch die britischen Sieger einen eigenen Flugplatz (Gatow) hatten. Nach dem Mauerfall ging West-Staaken wieder an den Bezirk Spandau. 1990 wurden auch kleine Teile der Gemeinden Ahrensfelde und Hönow eingemeindet, weil dort die Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf über die Stadtgrenze hinausgingen. Im Ostteil Berlins waren auf dem Gebiet von Lichtenberg und Weißensee mit Marzahn (1979), Hohenschönhausen (1985) und Hellersdorf (1986) drei neue Bezirke gegründet worden. Der größte Einschnitt war die Bezirksreform von 2001, bei der die 23 Bezirke auf 12 reduziert wurden. Die Verwaltungen sollten dadurch gestrafft werden und die Bezirke eine einander vergleichbare Größe erhalten.

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