Vernetzungstag

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Gemeinsam zu mehr Cybersicherheit - Vernetzungstag für Wissensvermitller

„Gemeinsam zu mehr Cyber-Sicherheit: Vernetzungstag für Wissensvermittlerinnen und Vermittler“ – unter diesem etwas sperrigen Titel hatte das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) ins „Tagungswerk“ in die Kreuzberger Lindenstraße geladen. Für den SCC-Berlin-Mitte waren Martin, Peter und Günter dabei.
Die von der Agentur „nexus“ hervorragend organisierte Tagung wurde zu einem vollen Erfolg. Allein deshalb, weil die Tagungsteilnehmer aus allen gesellschaftlichen Bereichen anwesend waren und deshalb sehr unterschiedliche Ansatzpunkte und Zielgruppen vertreten waren. Wie notwendig Datensicherheit ist, das machte auf anschauliche Weise eine Journalistin der Wochenzeitung „Die Zeit“ sichtbar. Ihr war vor Jahren bereits ihre digitale Persönlichkeit geklaut worden. Soll heißen, unter ihrem Namen hatten Kriminelle einen Riesenschaden angerichtet – indem sie die persönlichen Daten im Netz gestohlen und damit Einkäufe getätigt wurden. Jetzt verlangten Dutzende von Lieferanten die Zahlung. Sie schilderte eindringlich, wie schwierig und aufwendig es war, aus dieser Zahlungsfalle herauszukommen. Es dauerte Jahre und weil sie sich einen Anwalt nehmen musste, entstand auch ein hoher Geldschaden für sie:
Neben den Vorträgen waren es hauptsächlich diverse Gesprächsrunden, in denen die Teilnehmer ihre jeweilige Arbeit in Sachen IT-Sicherheit schilderten und Erfahrungen austauschten. Die Zielgruppen konnten nicht unterschiedlicher sein: Es reichte von Aktionen für Kinder über Mitarbeiterschulungen in Firmen bis hin zu Senioren – alles unter dem Thema „Wie schaffe ich es, dass ich mich angstfrei im Netz bewegen kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „nexus“ und dem BSI trugen die Ergebnisse der diversen Gesprächsrunden in Stichpunkten zusammen, die anschließend allen Teilnehmern zugänglich gemacht und von ihnen auch kommentiert wurden. Alle Teilnehmer der Gesprächsrunden sind im Bereich IT-Sicherheit tätig, einig waren sie aber auch in einem anderen Zusammenhang. Es könne nicht angehen, dass das Problem der Datensicherheit auf die User verlagert werde. Die Hard- und Software-Hersteller – so die einhellige Meinung – hätten die Pflicht, sichere Produkte auf den Markt zu bringen und ihrer Verantwortung nachzukommen. Jeder User solle sich vernünftig verhalten – das ändere jedoch überhaupt nicht an der Hauptverantwortung für sichere IT-Produkte, die bei den Herstellern liege.

Fotos © scc-mk

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