Besuch im Präventionstheater

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Präventionstheater?

Ja, die Berliner Polizei hat spielfreudige Beamte, die  ihre Erfahrungen aus dem Dienstalltag gern weiter geben, ohne erhobenem Zeigefinger, eher mit einem Augenzwinkern. Wir hatten fast ein Jahr diesen Termin gewartet, nun an neuer Spielstätte im Rathaus Charlottenburg. Ein wirklich sehenswerter Bau mit herrlichen Steinmetzarbeiten. Übergang Jugendstil/Art déco. Genaueres wüsste bestimmt der Experte Albert Meier, bekannt aus dem TV.
Man hat es den Darstellern in den einzelnen Szenen angemerkt, dass es Freude macht auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erzeugen, auf die Fallstricke, die das Leben so bereithält. Allein die Schadenssumme durch Trickbetrüger in Berlin belief sich im vergangenen auf über 3 Millionen Euro und das sind nur die angezeigten Fälle. Viele Senioren schämen sich Anzeige zu erstatten. Leute habt Mut. Nur so können wir mehr Öffentlichkeit herstellen.
Ein kleiner Gag am Rande, wenn sich ein Gruppe findet, die an dem Theaterbesuch interessiert ist, kann man mit einem Polizeifahrzeug abgeholt und auch wieder am Treffpunkt abgeliefert werden.
Danke an alle Beteiligten. Es war wieder toll.
Übrigens gibt es solche Veranstaltungen auch für die Zielgruppe Kinder/Jugendliche. Mit anderen Themen selbstverständlich.
G.V.
Präventionstheater hat nichts mit Kinderverhütung zu tun. Aus diesem Alter sind wir raus. Wir wissen aber auch wie es funktioniert. Präventionstheater hat etwas mit Trickbetrügerei zu tun. In diesem Alter sind WIR natürlich noch nicht drin. Und da hörte man die Stimmen: Nein, das ist ja unglaublich! Und auf so etwas sind Leute reingefallen?
Aber seien wir mal ehrlich, ehrlich zu uns selbst.
M.K.
Die Veranstaltung war sehr ansehbar. Oh weh, das mit der Kontaktaufnahme auf der Straße ist mir schon passiert. Ein nettes älteres Ehepaar besah sich das Gelände unserer Wohngenossenschaft. Sie suchten eine neue kleine Wohnung. Wir kamen ins Gespräch, ich lud sie ein, sich eine Wohnung anzusehen - ohne Kaffee trinken mit anschließendem Toilettengang. Wir verabschiedeten uns - und alles war gut.
Das kleine Schauspiel, bei der "Martha Krause" die fremden Leute in die Wohnung bat, hat mich an diese lang zurückliegende Episode erinnert.
Es sollte nur bei all den schlimmen Vorkommnissen Niemand sagen: "Das kann mir nicht passieren". Es gibt genügend Fallen, in die man hineinstolpern kann.
G.K.
Das ging ja toll los! Mit der grünen Minna zum Charlottenburger Rathaus, schon das ein Erlebnis. Schaut man doch sonst als Passant immer etwas skeptisch auf die Insassen dieser Wagen. Es könnten ja Schwerverbrecher transportiert werden. Nun aber wir!!
Eine sehr engagierte polizeiliche Darstellertruppe zeigte in kleinen Spielszenen die Vorgehensweisen von Trickbetrügern, Langfingern, Einbrechern, falschen Polizisten und Enkeltrickbetrügern. Erst wurde die Szenen gespielt, wie sich die Vorgänge abspielen könnten, dann der gleiche Sachverhalt, wie man als potentielles Opfer reagieren sollte.
Der letzte Fall wirkte unglaublich. Da wurde eine alte Dame von falschen Polizisten aufgefordert, Bargeld und Schmuck in eine Tasche zu packen und vor die Tür zu legen. Das Publikum konnte sich solch eine Verhaltensweise nicht vorstellen. Aber ich hatte vor einiger Zeit von genau so einem Fall in der Zeitung gelesen. Da fiel ein vermögender Rentner gleich mehrmals auf diesen Trick herein.
Die Veranstaltung hat großen Spaß gemacht, weil man der Schauspielgruppe die Spielfreude ansah. Das zeigte auch der Riesenapplaus am Ende der Vorstellung. Es war ein wirklich schöner Nachmittag.
G.C.
Endlich war es soweit. Eine zweite Gruppe des SCC-Berlin-Mitte konnte sich eine Vorstellung des Präventionstheaters der Berliner Polizei ansehen. Abgeholt, und auch wieder zurückgebracht, wurden wir von einem Kleinbus der Berliner Polizei.
Der Bus fuhr uns 11 Personen zum Charlottenburger Rathaus. In eindrucksvollen Darstellungen spielten Beamtinnen und Beamte der Berliner Polizei in kurzen Szenen Vorgänge von realen Betrügereien vor. So z. B.: „Enkeltrick“, „falsche Nachbarn“, „Polizisten“ u. ä. Die Geschädigten waren immer ältere Menschen. Manches war bewusst etwas übertrieben.
Uns allen sollte bewusst bleiben: „Lasst keine Fremden in die Wohnung“. Bei Unklarheit sollte bei der Polizei Rat geholt werden. Danke für den interessanten Nachmittag. Besonders unserem Koordinator, der das möglich gemacht hat.
B.A.