Exkursion in den Frühling

Liebe Mitglieder, liebe Besucher unserer Webseite,

noch in Gedanken an unsere gestrige Frühlingsfestfeier starteten 10 Mitglieder zu einem Tagesausflug ins Havelländische  Luch um im einzigen Bärlauch Wald in Brandenburg, Bärlauch zu sammeln.

Unser Sammelpunkt war der Parkplatz des Kreativhauses um mit Herrn Lehmann der diesen Ausflug vorgeschlagen ins "Grüne" zu fahren. Wir schlängelten uns durch die Stadt, da der Nato Gipfel für ein Verkehrschaos gesorgt hat.

Unser erstes Ziel war das Schloss Ribbeck, welches nach langer Sanierung und Restaurierung wieder einen herrlichen Anblick bietet. Bevor wir uns kulturell informierten, landeten wir im "Waschhaus" einem kleinen individuellen Cafe´, wo es überdimensionale Torten gibt, die Unterwäsche auf der Leine hängt, die Bedienung sehr freundlich und die Katze ein gut genährter Stubentiger ist. In der wärmenden Frühlingssonne haben wir den Kuchen und die Stimmung genossen. Anschließend wurde die Kirche besichtigt, der Friedhof wo die Ribbecks begraben liegen und auch das Schloss welches als Museum, Restaurant, Cafe´ und Verkaufs- Shop genutzt wird.

Jetzt führt uns der Weg durch ein Trappen Gebiet um zum Bärlauch Wald zu gelangen.<

Den Bärlauch den wir hier finden ist nicht zu verwechseln mit dem Bärlauch -Allium paradoxum- dem seltsamen Bärlauch. Wir ernten den Allium ursinum, der leicht mit den Maiglöckchen Blättern zu verwechseln ist.

Dort angekommen ist der Waldboden eine geschlossene Bärlauch - Decke und die Luft "duftet" nach Bärlauch.

Wir decken uns mit so viel Bärlauch ein  dass es für unsere Bärlauch Suppe reicht und wir zu Hause uns auch noch etwas einfrieren können. Denn Bärlauch kann überall da, wo Knoblauch benutzt wird, verwendet werden. Der Vorteil am nächsten Tag fehlt die "Knoblauchfahne".

Weiter geht es zum "Karolinenhof" zur Ziegenkäserei. Die Produktion des Käses konnten wir nicht miterleben, sie findet nur zweimal in der Woche statt. Dafür haben wir uns auf der Wiese die Lieferanten für den Käse angesehen. Über 100 hübsche braunschwarze und weiße Ziegen wurden von uns begrüßt aber wie Ziegen nun mal sind, sie ignorierten uns.

Aus dem wohlriechenden Bärlauch Wald fuhren wir nach Hakenberg zur "kleinen goldenen Else", nach so viel Natur stand nun preußische Geschichte auf dem Plan.

Schon die Auffahrt zum Denkmal ist ein Erlebnis, schnurgerade führt der Weg direkt auf das Denkmal zu. "Auf dem Lehmberge" wo die schwedische Kampflinie am 28. Juni 1675 siegreich durchbrochen wurde errichtete Friedrich Eberhard von Rochow dieses Denkmal. Es ist eine kleine Variante der "Goldelse" auf der Berliner Siegessäule. Nachdem der Turm bestiegen und von oben die Aussicht genossen wurde ging die Fahrt weiter.

Die Mittagszeit ist bereits reichlich überschritten und wir verspüren alle den "kleinen Hunger", also machen wir uns über Linum dem Storchendorf auf den Weg zum "Briesekrug" zum Endziel unserer Tagesreise. Etwas enttäuscht waren wir über die wenigen Störche die sich in diesem Jahr in Linum nieder gelassen haben. Aber auf unserer Fahrt haben wir einige Störche gesehen.

Angekommen im "Briesekrug" wurden die Zutaten ausgepackt, der Bärlauch vorbereitet und mit Unterstützung fleißiger Helfer wurde eine leckere Bärlauch Suppe zubereitet. Auch der Bärlauch-Dip schmeckte sehr gut. Zusammen mit den mitgebrachten Spenden haben wir an der frischen Luft ein abwechslungsreiches schmackhaftes Picknick genossen.

Das Wetter war uns den ganzen Tag hold, die Stimmung war gut, wir haben viel gesehen, erlebt und gelernt; u.a.:

Eine Ziege gibt im Jahr 750 l Milch das sind pro Tag zwischen 2-6 l. Milch.

Der Bärlauch: auch Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Wurmlauch, Judenzwiebel etc. genannt, wird in der Volksmedizin als Heilmittel bei Magen-und Darmstörungen, Appetitlosigkeit verwendet, regt die Verdauung an und ist u.a. für Leber und Galle gut.

Wir danken Herrn Lehmann für die Idee und Durchführung.

Ich wünsche allen ein frohes sonniges Osterfest und verbleibe mit computernalen Grüßen Bärbel Frank