Technikmuseum

               Der SCC zu Besuch bei ZUSE im Technikmuseum Berlin
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Dienstag, pünktlich auf die Minute 10:30. Ort Technikmuseum Berlin. Um die 20 Clubmitglieder hatten sich eingefunden. Von Martin war ein Besuch mit Führung durch die Computer-Abteilung des Hauses angekündigt.
Die Kuratorin der Abteilung, Frau Kudrass, hatte sich bereit erklärt, uns auf die Spuren des Berliner Computer-Entwicklers Konrad Zuse zu setzen. Und schon waren wir in der ersten Etage, wo uns ein von der Größe her wahres Ungetüm erwartete: Die Zuse 1, riesig und beim genaueren Hinsehen ein wahres Meisterwerk der Feinmechanik. Das Ding konnte rechnen – ohne Relais, ohne Röhren, ohne Mikroprozessoren – wirklich nur durch „kluge“ Mechanik. Heute hieße das „smarte“ Mechanik. Was im Museum ausgestellt wird ist allerdings ein Nachbau. Das in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Berlin konstruierte Original ist Opfer der Bombenangriffe geworden.
Nach dem Krieg baute Zuse neue Rechner und war bis in die 60ziger Jahre mit einer eigenen Firma ein deutscher Pionier der elektronischen Datenverarbeitung. Gezeigt und erklärt wurden uns die verschiedenen Entwicklungen seiner Rechner. Und wir hatten wirklich die kompetenteste Führerin durch die Welt des Berliner Ingenieurs.
Kleine Nebenbemerkung: Unser Martin rechnete selbst noch mit einer Zuse-Maschine“.
Gedankensplitter
Wir waren zahlreich, ca. 20 TeilnehmerInnen. Die Führung wurde von der Kuratorin selbst gemacht und bezog sich einzig und alleine auf das Wirken und Schaffen von Konrad Zuse und seine Entwicklung und Erschaffen der ersten Computer. Zuse 1 war rein mechanisch und enthielt mehr als 30.000 größtenteils manufaktorisch hergestellte Einzelteile. Danach war mein Erstaunen nicht mehr zu überbieten.
Die ZuseAbteilung ist nur ein winziger Ausschnitt dieses riesigen Museums und ein weiterer Besuch in der aktuellen Sonderausstellung wäre für den Club sicher auch interessant.
m.w.
Im Keller der Gauß-Schule lernte ich die Z25 kennen. Der Rechner selbst hatte einen eigenen, klimatisierten Raum. Wir Studenten tippten unsere Programme auf separaten Fernschreibern und erstellten Lochstreifen. Dann hieß es, hinten anstellen und warten, bis man selbst vor der Konsole stand. Der Lochstreifen wurde eingelegt, eine Taste betätigt und -ritsch- eine Sekunde später war er eingelesen. Auf der Konsole wurde der Text Fehler 17 in Zeile 26 Zeichen für Zeichen gehämmert. Damit durfte man wieder gehen.
Spaß ist etwas anderes.
m.k.

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Alle Fotos © SCC-MK