9. November

trabi

9. November - lasst uns innehalten und erinnern


Dieser Tag ist wirklich bemerkenswert in der deutschen Geschichte. Für war es immer Anlass einen Moment innezuhalten und nachzudenken. Aus diesem Grund haben Clubmitglieder in der Wallstraße 16, in Berlin-Mitte an jüdische Verfolgte der NS-Zeit erinnert. Es ist aber auch Zeit daran zu erinnern was Demokratie leben heißt. ZIVILCOURAGE!!! Wilhelm Krützfeld??? - war der Polizeibeamte, der die Feuewehr alamierte und den zündelden Nazimob verjagte. Er zeigte Zivilcourage. Es wäre auch eine Möglichkeit dieser Person zu gedenken. Letztlich kam der "Mauerfall" vor 30 Jahren auch nur durch gezeigte, gelebte Zivilcourage der DDR-Bürger zustande.
Gern erinnere ich an die Lichtmauer zum 25. Jahrestag der Maueröffnung. Schon damals war ich mir unsicher, wie das emotional zu toppen sein wird.
Die diesjährigen Veranstaltungen rund ums Brandenburger Tor und Alexanderplatz sind beliebig und werden meiner Meinung nach dem historischen Ereignis nicht gerecht.

9. November 1848 – standrechtliche Hinrichtung von Robert Blum
9. November 1918 – Ausrufung der Republik in Deutschland durch Philipp Scheidemann
9. November 1918 – Ausrufung der Freien Sozialistischen Republik Deutschland durch Karl Liebknecht
9. November 1923 – Hitler-Ludendorff-Putsch in München
9. November 1938 – Scheitelpunkt der Novemberpogrome (Reichsprogromnacht)
9. November 1967 – Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch
                                     "Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren"
9. November 1969 – Die linksradikale Organisation Tupamaros West-Berlin platziert eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Die Bombe explodiert jedoch nicht.
9. November 1989 – Mauerfall
hier nachzulesen Wikipedia

Nachtrag: In der Tuchfabrik in der Wallstaße 16 wurden nach der Arisierung Judensterne für Europa produziert. "Einen besonderen Auftrag zog die Firma im September 1941 an Land – die Herstellung der gelben Judensterne. Am 1. September 1941 hatte das NS-Regime die Zwangskennzeichen für Personen, die nach den Nürnberger Rassegesetzen von 1935 rechtlich als Juden galten, für das gesamte Deutsche Reich angeordnet. Geitel produzierte drei Wochen lang Tag und Nacht schwarze Stoffballen mit den aufgedruckten gelben Sternen, die anschließend ausgeschnitten wurden. Fast eine Million Judensterne verließen das Gebäude in der Wallstraße 16, das noch drei Jahre zuvor jüdischen Unternehmern gehört hatte. 30.000 Reichsmark spülte der Auftrag in die Kassen der Firma Geitel, die heute unter neuem Namen in Marienfelde produziert und auch die Bundesflaggen herstellt, die auf dem Reichstag wehen.
Gedenktafel soll an die ehemaligen Besitzer erinnern." Quelle Berliner Zeitung

Fotos ©SCC GS/GV

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