Im Alter mobil

zeit auftrag web„Digital mobil im Alter“

- das war das Generalthema einer mehrtägigen Konferenz in Berlin, die von dem spanischen Mobilfunkanbieter „Telefonica“ und der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ veranstaltet wurde. Das hochkarätig besetzte Podium diskutierte die zentrale Frage, warum das Internet kein Exklusivklub für die junge Generation bleiben darf.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei Erfahrungsberichte, wie die Diskutanten persönlich das Internet nutzen. Während Valentina Daubner von Telefonica Deutschland als auch Frau Jutta Croll von der Stiftung „Digitale Chancen“ in erster Linie die Vorteile des Internets - besonders durch die Nutzung von Tablett-Computer und Smartfons - hervorhoben, formulierten der ehemalige Innenminister Otto Schily sowie - überraschend für die Zuhörer - der Schauspieler Erol Sander auch Einwände. Zwar nutzen die beiden selbstverständlich besonders im beruflichen Rahmen E-Mails sowie Kurznachrichten, Erol Sander aber begründete ausführlich seine Weigerung, beispielweise „Facebook“ zu nutzen.
„Das Internet ist ein wichtiges Instrument, ohne das ich beruflich gar nicht mehr zurecht käme“, sagte der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily vor den mehr als 200 Entscheidungsträgern und interessierten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien während der Podiumdiskussion. Wir seien gut beraten, die Technik auch im Alter zu nutzen. „Allerdings ist Technik nur so gut oder schlecht, wie Menschen damit umgehen“, meinte Schily. Auch Erol Sander ist der konstruktive und produktive Umgang mit Medien wichtig. „Gerne gebe ich meine persönliche Erfahrung an ältere Menschen weiter und helfe ihnen, die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation kennen zu lernen“, sagte Sander.
Anlass zu dieser Veranstaltung von Telefónica gaben die aktuelle ZEIT Vermächtnisstudie sowie der ZEIT Zukunftsgipfel „Der Auftrag“ in Berlin. Die Studie stellt grundlegende Fragen dazu, wie wir in Zukunft leben und was wir den folgenden Generationen mitgeben wollen.